Politische Ökonomie der Alterssicherung: Kritik der Reformdebatte um Generationengerechtigkeit, Demographie und kapitalgedeckte Finanzierung

Die Reform der Finanzierung und Organisation der Alterssicherung steht seit mehr als vier Jahrzehnten ganz oben auf der politischen, wissenschaftlichen und medialen Agenda. Seither wird die Abkehr von der im Umlageverfahren staatlich organisierten Alterssicherung und der Auf- und Ausbau der über de... Ausführliche Beschreibung

1. Person: Christen, Christian
Format: Buch
Sprache: German
Veröffentlicht: Marburg Metropolis-Verl. 2013
Beschreibung: 569 S.
Ausgabe: 2., überarb. Aufl.
Schlagworte (SWD): Rentenversicherung
Rentenreform
Kritik
Gerechtigkeit
Generationsbeziehung
Bevölkerungsökonomie
Rentenfinanzierung
Kapitaldeckungsverfahren
Deutschland
Schlagworte (STW): Bevölkerungsökonomie
Deutschland
Generationengerechtigkeit
Gerechtigkeit
Gesetzliche Rentenversicherung
Kapitaldeckungsverfahren
Kritik
Rentenfinanzierung
Rentenreform
Online Zugang: Inhaltsverzeichnis
Volltext
Tags: Hinzufügen
Keine Tags. Fügen Sie den ersten Tag hinzu!
Zusammenfassung: Die Reform der Finanzierung und Organisation der Alterssicherung steht seit mehr als vier Jahrzehnten ganz oben auf der politischen, wissenschaftlichen und medialen Agenda. Seither wird die Abkehr von der im Umlageverfahren staatlich organisierten Alterssicherung und der Auf- und Ausbau der über den Finanzmarkt organisierten Altersvorsorge diskutiert und exekutiert. Dem herrschenden Reformparadigma zufolge ist die umlagefinanzierte Alterssicherung ineffizient, ungerecht und angesichts des demographischen Wandels unfinanzierbar. Zwar hat sich die übertriebene Euphorie für die private, kapitalgedeckte Altersvorsorge aufgrund der jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrise merklich abgeschwächt. Dennoch hält die öffentliche und wissenschaftliche Debatte an der Rhetorik des demographischen Wandels und der Generationengerechtigkeit wie auch an den realwirtschaftlichen und finanzmarkttheoretischen Fehlannahmen zur Förderung der kapitalgedeckten Altersvorsorge fest. Infolgedessen dominieren bis heute Stereotype, Simplifizierungen, höchst widersprüchliche und unhaltbare Thesen die Debatten.
Dieses Buch rekonstruiert - erst- und einmalig in der deutschen Diskussion - zum einen die Debatten um die Entstehung der umlagefinanzierten Alterssicherung in den Industrienationen und stellt sie in einen breiten historischen, sozialpolitischen Kontext. Zum anderen wird die seit den 1970er Jahren eingeläutete und schrittweise umgesetzte Abkehr vom Umlageverfahren dargestellt. Im Zentrum der interdisziplinären Analyse steht das dominierende Reformparadigma, dessen theoretische Kernargumente, Annahmen, Hypothesen und Folgerungen offen gelegt und kritisch hinterfragt werden. Die Evaluation der Wirkungen des Auf-/Ausbaus der kapitalgedeckten Finanzierung der Alterssicherung mündet dabei in einer immanenten Kritik der orthodoxen bzw. neoklassischen Theorie. Die Reformen fallen aber nicht nur inneffizient, kontraproduktiv und sozial ungerecht aus. Dem alternativen postkeynesianischen Verständnis zufolge befördern die Reformen der Organisation und Finanzierung der Alterssicherung die Krisenanfälligkeit des Finanz- und Wirtschaftssystems im ausgehenden 20. Jahrhundert.
ISBN: 978-3-7316-1009-0
3731610094
Systematik: WIR f 1020  [gehe zu Systematik...]
MPI p 3140  [gehe zu Systematik...]
Systematik:

deutsch:

WIR / Wirtschaftspolitik / Sicherungspolitik / Alterssicherung, Rentenversicherung
MPI / Paradigmen / Neue Institutionenökonomik / (Neue) Politische Ökonomie (Public-Choice-Theory)

english:

WIR / Economic policy / Policy of safeguarding / Old-age pension fund, pension insurance scheme
MPI / Paradigms / New institutional economics / (New) political economics (public-choice-theory)

Ähnliche Einträge

Keine ähnlichen Titel gefunden

Privacy Notice Ask a Librarian New Acquisitions