Optische Kohärenztomographie bei Neuromyelitis optica-Spektrum-Erkrankungen

Neuromyelitis optica-Spektrum-Erkrankungen (NMOSD, „neuromyelitis optica spectrum disorders“) umfassen schubförmige inflammatorische Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS). Mit 55 % ist die Neuritis nervi optici die häufigste Erstmanifestation bei NMOSD und kann zu schweren Schäden ... Ausführliche Beschreibung

1. Person: Oertel, F C
Weitere Personen: Zimmermann, H; Brandt, A U; Paul, F
Quelle: in Der Nervenarzt : Organ der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde, der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft Vol. 88, No. 12 (2017), p. 1411-1420
Weitere Artikel
Format: Artikel
Sprache: German
Veröffentlicht: 2017
Online Zugang: Volltext
Volltext
Tags: Hinzufügen
Keine Tags. Fügen Sie den ersten Tag hinzu!
Anmerkung: Copyright: © Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2017
Zusammenfassung: Neuromyelitis optica-Spektrum-Erkrankungen (NMOSD, „neuromyelitis optica spectrum disorders“) umfassen schubförmige inflammatorische Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS). Mit 55 % ist die Neuritis nervi optici die häufigste Erstmanifestation bei NMOSD und kann zu schweren Schäden des afferenten visuellen Systems und erheblichen, ggf. bleibenden Visuseinschränkungen führen. Die Untersuchung der Netzhaut als Teil des ZNS mittels optischer Kohärenztomographie (OCT) hat sich daher in den letzten Jahren als valides und effizientes Mittel der Diagnostik und Verlaufsbeurteilung in NMOSD durchgesetzt. Außerdem zeigten sich in der OCT nicht nur eine Affektion des afferenten visuellen Systems durch multiple Sehnervenentzündungen, sondern auch NMOSD-spezifische intraretinale Pathologien, die zukünftig differenzialdiagnostisch ebenso von Belang sein könnten wie zur Evaluation möglicher therapeutischer Ansatzpunkte. Dieser Artikel bietet einen Überblick zu den Grundlagen der OCT-Technik und ihrer Bedeutung für die Diagnostik und Verlaufsbeurteilung bei NMOSD.Neuromyelitis optica spectrum disorders (NMOSD) are mostly relapsing inflammatory conditions of the central nervous system (CNS). In 55% of the cases of NMOSD optic neuritis (ON) is the most frequent first manifestation and can cause severe damage to the afferent visual system and the retina with resultant severe visual impairment. In recent years, investigations of the retina as part of the CNS by optical coherence tomography (OCT) has been shown to be a valid and efficient method for diagnostics and evaluation of the disease course in NMOSD. In addition, OCT not only shows severe damage of the afferent visual system due to multiple bouts of ON but also reveals NMOSD-specific intraretinal pathologies. The latter could be just as important for future differential diagnostics as for the evaluation of potential therapeutic targets. This article briefly reviews the principles of the OCT technique and describes its relevance for the diagnostics and assessment of disease course in NMOSD.
ISSN: 0028-2804

Ähnliche Einträge

Keine ähnlichen Titel gefunden

Privacy Notice Ask a Librarian New Acquisitions