déinauti, la. dĩvelêt ir jų giminaičiai

LIT. déinauti, LETT. dĩvelêt UND IHRE VERWANDTENZusammenfassungDer Artikel behandelt vor allem einige solche baltische Wörter, die noch keine etymologische Erklärung gefunden haben.Lit. (žem.) déinauti „den Hof machen, flirten, schmeicheln, locken“ ist von déina „Ge­fälligkeit, Schme... Ausführliche Beschreibung

1. Person: Vincas Urbutis verfasserin
Quelle: In Baltistica (01.05.2011)
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Format: Online-Artikel
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Veröffentlicht: 2011
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Zusammenfassung: LIT. déinauti, LETT. dĩvelêt UND IHRE VERWANDTENZusammenfassungDer Artikel behandelt vor allem einige solche baltische Wörter, die noch keine etymologische Erklärung gefunden haben.Lit. (žem.) déinauti „den Hof machen, flirten, schmeicheln, locken“ ist von déina „Ge­fälligkeit, Schmeichelei; (Subst, comm.) wer schmeichelt, den Hof macht“ abgeleitet, das letztere ist wieder mit dem Suffix -na von Verb * díeti (Präs. 3. *díeja, ältere und žem. Form *dẽja; Prät. 3. *díejo, ältere *dė́jo) = lett. diêt (Präs. 1. deju) „hüpfen, tanzen (auch singen)“. Zur Wort­bildung vgl. lit. gleinà „wer sudelt- schmiert“ : gliẽti (gliẽja/glẽja) „schmieren, kleben, verkitten“ (im Lett. gibt es deinis “Tänzer, Springer”). In den baltischen Sprachen werden die Wörter des Bedeutungsfeldes „hüpfen, springen, tanzen“ oft in der Bedeutung „den Hof machen, schön tun, sich einschmeicheln“ gebraucht (vgl. auf beiderlei Art gebräuchliche lit. šokinė́ti, lett. lȩ̃kât, lakstuôtiês, lakstîtiês, lie. tū́pčioti, tupinė́ti, tupikáuti, kulnùs raitýti).Zu derselben Wortfamilie gehören lett. dĩvelêt „(wiederholt) reißen, quälen, peinigen; schüt­teln, schaukeln; bewegen; sich abarbeiten lassen; viel beschäftigen (arbeiten lassen), viel benu­tzen; abplagen; unruhig sein, sich unruhig gebärden“ (in letzter Bedeutung besonders das Reflexivum), dīvelis, dīvele, divelnieks „ein unruhiger Mensch“ (vgl. semantisch sehr nahes lett. daiņa, dīdaļa, dīduoņa, dīža „ein unruhiger, unbändiger Mensch“), lit. (Zern.) nu-dỹvelioti „ermüden, abhetzen, abplagen“, pri-dỹvelioti „verprügeln“. In bezug auf die Form (besonders auf -v-) vgl. lett. glīve, glīvēt, lit. gléivės (seit. glyvas), gleivė́ti, gleivýti neben lit. gliẽti.Zusammen mit den früher etymologisch nicht erklärten Wörtern wird der Überblick über die anderen Verwandten von lett. diêt gegeben. Nebenbei werden zusätzliche Argumente für die Zugehörigkeit von lit. dejà „(Subst.) Jammern, Wehklage, Unglück, Elend; (Interj.) leider, schade, ach“, dainà „Lied“ und manchen anderen Wörtern zu dieser Wortfamilie (idg. *deǝ- „sich schnell (herum) bewegen, herumwirbeln, tanzen“) angeführt.
ISSN: 0132-6503

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